WDR: Das können Vereine gegen Rechtsextreme in der Kurve tun

Das Stadion ist ein beliebter Rekrutierungsort von Rechtsextremen. Doch es gibt Strategien gegen deren Vereinnahmungsversuche. Die wurden auf einer Tagung im Kölner Stadion diskutiert.

Von Marie Gogoll, 2. Oktober 2026

Hitlergruß im Gästeblock, die Androhung massenhafter Abschiebungen durch Fangesänge, Hakenkreuzsticker auf den Stadiontoiletten – dass Fußballfans rechtsextremes Gedankengut äußern oder offen dafür sind, ist kein neues Phönomen. Das meint auch Peter Farhangian vom Kölner Fanprojekt. „Aber ich glaube, dass es durch den Rechtsruck in der Gesellschaft heute offener ausgelebt wird.“

Mit solchen Aktionen auf den Tribünen waren in den vergangenen Monaten unter anderem auch Fans von Rot-Weiß-Essen aufgefallen. ARD-Recherchen hatten sogar Verbindungen in die organisierte rechtsextreme Szene aufgezeigt. Die Lage ist also ernst.

Das Kölner Fanprojekt möchte solchen Entwicklungen entgegentreten. Deshalb kamen Kolleginnen und Kollegen aus Jugendarbeit und Fanprojekten aus ganz NRW diese Woche im Kölner Stadion zusammen, um über den Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen zu sprechen. Die zentrale Frage dabei: Was können Sozialarbeitende in der Fanarbeit tun, bevor es zu spät ist?

Verfassungsschutz beobachtet Zunahme

Bei dem Treffen wurde deutlich: Viele merken in ihrer Arbeit, dass rechtes Gedankengut unter Jugendlichen zunimmt. 
Auch der Verfassungschutz NRW beobachten diesen Trend: 2025 ordnete er 4.446 Personen dem rechstextremen Spektrum zu, 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Anzahl an Straftaten stieg um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Tatverdächtigen zwischen 14 und 17 Jahren nahm ebenfalls zu: Waren es 2023 noch 100 Personen, zählte der Verfassungsschutz NRW im vergangenen Jahr 299 Personen.

Das Stadion als Rekrutierungsort

Das Kölner Fanprojekt hatte auch einen Experten für Rechtsextremismusbekämpfung eingeladen. Der möchte seinen Namen aufgrund der Bedrohungslage durch die gewaltbereite Szene nicht öffentlich nennen. Er betont, dass die Dunkelziffer an Aktivitäten im rechtsextremen Milieu über den Zahlen des Verfassungsschutzes liegen dürfte. Viele Jugendliche kommen demnach über die sozialen Medien in Kontakt mit rechtsextremem Gedankengut.

Doch auch das Stadion sei ein beliebter Ort, an dem Rechtsextreme gezielt versuchten, Jugendliche zu rekrutieren. „Der Fußball bietet dafür gute Voraussetzungen“, so der Referent. Die Kurve sei ein emotionaler Ort, vermittle ein Kollektivgefühl und eine „Wir-gegen-die“-Mentalität. Außerdem kämen hier Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Milieus zusammen.

Die Person annehmen, die Position nicht

Der Referent betont, wie wichtig genau deshalb die Arbeit der Fanprojekte sei. „Sie leisten Präventionsarbeit an einr Schnittstelle zu Jugendlichen, die sonst kaum eine staatliche oder zivilgesellschaftliche Stelle erreicht. Wenn Fanprojekte demokratische Werte und Zivilcourage vermitteln, können sie verhindern, dass ganze Jugendkulturen ins rechtsextreme Milieu abgleiten.“

Wichtig sei, das Gespräch mit Jugendlichen zu suchen, die sich offen für rechtsextremes Gedankengut zeigen. Dabei sollten die Sozialarbeitenden nicht belehrend auftreten, sondern in erster Linie Fragen stellen. Dabei gelte: Die Person annehmen, die Position nicht.

Fragen wie „Was genau meinst du damit?“ oder „Wie passt das dazu, dass du Spieler, die nicht aus Deutschland kommen, in der Mannschaft feierst?“ könnten helfen, Ambivalenzen zu stärken, die die Jugendlichen selbst in sich tragen. Der Experte glaubt, dass das dazu führen kann, dass die Jugendlichen selbst an rechtsextremen Narrativen zweifeln.

Wenn jugendliche Fans allerdings bereits Kontakte in die rechtsextreme Szene haben, sollten sich Sozailarbeitende an externe Fachstellen wenden, empfiehlt der Referent. So eine Stelle ist zum Beispiel die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen. Dort arbeitet Dominik Schumacher.

Gefahrenlage einschätzen

„Wenn ein Fanprojekt auf uns zukommt, machen wir zunächst eine Problemanalyse.“ Die Mobile Beratung kennt rechtsextreme Strukturen in NRW und kann helfen, die Gefahrenlage einzuschätzen. „Dann erforschen wir gemeinsam, welche Handlungsschritte jetzt folgen müssen“, so Schumacher. Unter Umständen unterstützt die Beratunsgstelle einen solchen Prozess über Jahre.

Auch Schumacher betont, wie wichtig die Fanprojekte in diesem Kontext seien, denn sie würden die Schnittstelle zwischen Verein und Fans bilden. Doch auch das Verhalten des Vereins sei entscheidend, so Schumacher.

„Der Verein legt die Rahmenbedingungen fest. Das Wichtigste ist, dass er rechtsextreme Fans in den eigenen Reihen überhaupt erst einmal als Problem anerkennt.“ Immer wieder würden Vereine das Thema lieber unter den Teppich kehren, weil sie Angst vor einen schlechten Ruf hätten. Stattdessen sollte ein Verein jedoch Fan-Initiativen, die sich aktiv gegen Rechstextremismus in der Kurve engagieren, fördern und unterstützen, so Schumacher.

Verantwortung der Vereine

Wichtig sei außerdem, Ordnerinnen und Ordner zu schulen, damit diese rechtsextreme Symbole erkennen und den Zugang zum Stadion entsprechend verweigern könnten. Schon bei der Einstellung müssten die Vereine wachsam sein. „Ich erinnere mich an Schulungen für Ordner, die ich selbst gegeben habe, bei denen Teilnehmer in Naziklamotten saßen“, so Schumacher. Die Wirkung der Ordnerinnen und Ordner in die Kurve hinein, sei nicht zu unterschätzen.

Auch Werbung und Fanartikel könnten einen großen Effekt haben, meint Schumacher. „Wenn die Fan-Identität zum Beispiel besagt: Ich bin antirassistisch, weil ich Borusse bin, dann ist das auf einer Massenebene wahnsinnig wirksam.“ Auf dieser Ebene ist also der Verein gefragt. Im direkten Vier-Augen-Gespräch auf der Busfahrt zum Auswärtsspiel, kommt es auf die Sozialarbeitenden der Fanprojekte an. 

Unsere Quellen:

  • Besuch Fachtag „Haltung zeigen, im Spiel bleiben“ Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen
  • Gespräch mit Dominik Schumacher von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen
  • Verfassungsschutzbericht NRW 2026

Sendung: WDR.de, „Fußball – So können Vereine gegen rechtsextreme Strukturen in der Kurve vorgehen“, 02.10.2026, 16.28 Uhr

Quelle: https://www1.wdr.de/sport/fussball/fachtag-umgang-rechtsoffene-jugendliche-im-stadion-100.html

FANport-Newsletter #59 erschienen

Moin!

Bewegende Zeiten! Einen Lichtblick bietet mal wieder unser Newsletter, den wir bereits zum 59. Mal verschicken. Wenn ihr ihn abonnieren wollt, schickt gerne eine Mail an fanport@outlaw-ggmbh.de – hier wird Sie geholfen!

Unser Team für die Saison 2018/19

Thomas Melchior: „Spielsucht im Sport“

Am Mittwoch, dem 23. September 2026, haben wir im Rahmen der Fußballkulturtage NRW Thomas Melchior zu Gast. Er spricht über „Spielsucht im Sport“. Der Referent ist durch seine öffentlichkeitswirksamen Auftritte vor Fußballstadien in der gesamten Republik bekannt, Bilder gibt es zu Hauf bei Instagram zu sehen: @sportwettensheriff. Thomas Melchior besucht verschiedene Spielstätten an Spieltagen, zieht sich das Fußballtrikot eines rivalisierenden Vereins über und stellt sich vor den Heimbereich. Die Heimfans quittieren dies mit dem Zukleben seines Trikots mit Stickern des eigenen Vereins.

So war er z.B. bei einem Heimspiel in Bielefeld mit dem Trikot des SC Preußen Münster. Er erntete viel Spott und „sammelte“ zahlreiche Aufkleber auf seinem Outfit. Doch weshalb tut er das? „Die Trikots werden hinterher versteigert für einen guten Zweck!“, so Melchior. Während seiner Auftritte erzählt er nämlich seine eigene Geschichte: er hat im Laufe weniger Jahre rund 800.000 Euro bei Sportwetten verzockt und ging für vier Jahre in den Knast. Er war bis über beide Ohren verschuldet. Mit seinen Aktionen will er auf die Suchtgefahr bei Sportwetten hinweisen, die Einkünfte aus den Versteigerungen der beklebten Trikots fließen in die Suchtprävention.

Stefan Woischner vom Fanprojekt FANport Münster begrüßt euch zu der Veranstaltung mit Thomas Melchior um 19:00 Uhr in der Tribüne des Preußenstadions und führt durch den Abend. Der Eintritt ist frei, mehr Infos: www.fanport-muenster.de

Die Sportwetten-Industrie ist mittlerweile sehr stark in die Finanzierung des Fußballs involviert, was Thomas Melchior nicht ohne Grund für einen Skandal hält. Auch wir Fanprojekte sind übrigens Teil des Bündnisses gegen Sportwettenwerbung – zusammen mit sozialen Trägern der Suchtberatung und Fanorganisationen, wie „Unsere Kurve e.V.“ oder dem „FC PlayFair!“.

Das ganze Programm der Fußballkulturtage NRW 2026 findet ihr hier: https://www.lag-fanprojekte-nrw.de/

Bericht vom GrAnge-Cup der ZUE-Allstars

Unsere Aushilfe Robert Willeke begleitete in den letzen Wochen das Training von jungen Erwachsenen der Zentralen Unterbringungseinrichtung ZUE in Gremmendorf. Bis zu dreimal die Woche wurden die Fußballschuhe geschnürt und in den Abendstunden auf das Leder eingedroschen. Mit gutem Erfolg! Das Team der ZUE-Allstars belegte Platz 4 beim GrAnge-Cup genannten Fußballturnier am vergangenen Wochenende in Gremmendorf. Vielleicht lag es auch an der Einheit, die Fußballtrainer Stefan Woischner mit dem Team in der Woche zuvor durchführte. Im Rahmen unseres Engagements beim Modellprojekt Integration sponsorten wir dem Team vier Fußbälle und 20 Leibchen. Die Geflüchteten im Alter von 18-27 Jahren können nun selbständig trainieren und bei Fußballvereinen in Münster andocken. Hier der Bericht von Orhan Aktas, Ehrenamtskoordinator des Trägers PulsM GmbH, mit dem wir für dieses Projekt in den vergangenen Wochen zusammengearbeitet haben und im Rahmen des Modellprojektes schon seit fast zwei Jahren kooperieren:

Bericht zur Teilnahme der ZUE Münster am GrAnge Cup 2026
05.09.2026 · Gremmendorf, Hohes Ufer

Am 05.09.2026 nahm die ZUE Münster im Rahmen des Modellprojekts Integration mit einer eigenen Fußballmannschaft, den ZUE ALLSTARS, am GrAnge Cup 2026 in Münster-Gremmendorf am Hohen Ufer teil. Die Mannschaft konnte das Turnier nach einer intensiven Vorbereitungsphase erfolgreich mit dem 4. Platz abschließen. Für die beteiligten Bewohner war die Teilnahme nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern zugleich der Abschluss eines Projekts, das über mehrere Wochen hinweg einen wichtigen Bestandteil des Alltags in der Einrichtung darstellte.

Bereits sieben Wochen vor dem Turnier begann die gemeinsame Vorbereitung. Dreimal pro Woche, jeweils montags, mittwochs und freitags von 19:30 bis 22:00 Uhr, wurde auf dem Trainingsplatz am Hohen Ufer oder auf dem Kunstrasenplatz am Anton-Knubel-Weg trainiert. Das Interesse der Bewohner war von Beginn an sehr hoch. Bei den einzelnen Trainingseinheiten nahmen regelmäßig etwa 20 bis 26 Bewohner teil. Aus diesem großen Teilnehmerkreis entwickelte sich im Verlauf der sieben Wochen eine Mannschaft mit insgesamt 23 Spielern, die am Turniertag abwechselnd eingesetzt wurden. Die hohe und konstante Beteiligung zeigte deutlich, welchen Stellenwert das Fußballangebot innerhalb der ZUE in kurzer Zeit gewonnen hatte.
Die Trainingseinheiten wurden von den PulsM-Mitarbeitern Mahmoud Zakria, Mohammad AlKhalaf, Saad Kelli, Reda Abdelfattah und Sarhad Waziri kontinuierlich begleitet und unterstützt. Die professionelle sportliche Begleitung erfolgte durch den FanPort-Trainer Robert Willeke von Outlaw. Am 02.09.2026 fand zusätzlich ein gezieltes Abschlusstraining mit Stefan Woischner von Outlaw statt, bei dem die Mannschaft noch einmal professionell auf den bevorstehenden GrAnge Cup vorbereitet wurde. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf Zusammenspiel, Kommunikation, Positionsspiel und einem fairen, respektvollen Auftreten auf und neben dem Platz.

Während der gesamten sieben Wochen war deutlich zu beobachten, wie sich die Gruppe sportlich und menschlich weiterentwickelte. Die Bewohner nahmen mit viel Freude, Motivation und Ehrgeiz am Training teil. Gleichzeitig entstand ein ausgeprägter Teamgeist. Die Spieler unterstützten und motivierten sich gegenseitig, übernahmen Verantwortung und lernten, als Mannschaft zusammenzuarbeiten. Unterschiedliche Herkunft, Sprachen und persönliche Hintergründe traten auf dem Fußballplatz in den Hintergrund. Im Mittelpunkt standen das gemeinsame Training, das gemeinsame Ziel und die Zugehörigkeit zu den ZUE ALLSTARS. Auch nach anstrengenden Trainingseinheiten oder schwierigen Spielsituationen blieb der Zusammenhalt bestehen. Die Bewohner feuerten sich gegenseitig an, halfen einander und freuten sich sichtbar über gemeinsame Fortschritte und Erfolge.
Besonders positiv war, dass das Projekt nicht nur die aktiven Spieler erreichte. Auch andere Bewohner der ZUE verfolgten die Trainingseinheiten regelmäßig und unterstützten die Mannschaft. Darunter waren auch ältere Bewohner, die als Zuschauer zu den Trainings kamen, mitfieberten und die Spieler motivierten. Am Turniertag begleiteten ebenfalls zahlreiche Bewohner die ZUE ALLSTARS zum GrAnge Cup. Dadurch entstand eine sehr positive und gemeinschaftliche Atmosphäre.

Am Turniertag präsentierten sich die ZUE ALLSTARS mit großem Einsatz, Disziplin und Spielfreude. Die Mannschaft zeigte ein gutes Zusammenspiel, unterstützte sich gegenseitig auf dem Platz und von der Seitenlinie und trat gegenüber den anderen Mannschaften jederzeit fair und respektvoll auf. Viele Inhalte aus den vorherigen Trainingseinheiten konnten erfolgreich umgesetzt werden. Besonders hervorzuheben waren der sichtbare Mannschaftsgeist und die gegenseitige Motivation. Auch in intensiven und schwierigen Spielsituationen blieb das Team geschlossen und kämpfte gemeinsam weiter. Der am Ende erreichte 4. Platz war daher nicht nur ein sportlich erfreuliches Ergebnis, sondern zugleich eine Anerkennung für die kontinuierliche Arbeit und den großen Einsatz der Bewohner während der gesamten Vorbereitungszeit.

Ein besonderer Dank gilt Edo Schmidt als Ansprechpartner und Unterstützer des Projekts sowie den beteiligten Trainern für ihre verlässliche Begleitung. Ebenso danken wir Robert Willeke und Stefan Woischner von Outlaw für die professionelle sportliche Unterstützung und Vorbereitung der Mannschaft. Unser ausdrücklicher Dank gilt außerdem den PulsM-Mitarbeitern, die das Training über mehrere Wochen hinweg begleitet und die Bewohner motiviert und unterstützt haben. Besonders hervorzuheben ist die Organisation und Koordination durch Mahmoud Zakria, der wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beigetragen hat. Darüber hinaus bedanken wir uns bei Preußen Münster für die Ausstattung der Mannschaft mit Trikots und für die Unterstützung im Rahmen der Aktion „PREUSSEN VERBINDET“ sowie bei der Polizei Münster für ihre Unterstützung.

Die Teilnahme am GrAnge Cup 2026 war für die ZUE Münster sowohl sportlich als auch sozial ein großer Erfolg. Der 4. Platz bildet einen gelungenen Abschluss der siebenwöchigen Vorbereitungsphase. Noch wichtiger waren jedoch die vielen positiven gemeinsamen Erfahrungen, der entstandene Teamgeist und die Begeisterung, mit der die Bewohner das Projekt getragen haben. Die ZUE ALLSTARS haben gezeigt, wie Sport Menschen miteinander verbinden und ein starkes Gemeinschaftsgefühl schaffen kann. Anbei übersenden wir Fotos und Videos vom GrAnge Cup 2026, die einen Eindruck von der guten Stimmung, dem sportlichen Einsatz und der Freude der Bewohner vermitteln.

Anreise zum Preußenstadion: Gästefans finden veränderte Bedingungen vor

Nach einer Vereinbarung zwischen dem Innenministerium NRW und der Polizei NRW für die Saison 2026/27 verändert die Landespolizei grundsätzlich ihre Arbeit an Spieltagen in Münster. Statt einer Präsenz an neuralgischen Punkten z.B. im Fanreiseverkehr wird ein so genanntes Raumschutzkonzept gefahren. Das bedeutet, dass die Polizei sich bei Heimspielen des SCP nicht mehr im Preußenstadion aufhalten wird. Falls es nötig wäre, würden aber Polizeikräfte schnell herangeführt werden können.

Fahrt bitte nicht nach Navi zum Preußenstadion!

Gravierender sind die Auswirkungen auf die Fananreise: Ab sofort werden Gästefans in Reisebussen und 9-Sitzern nicht mehr von der Autobahn Richtung Stadion geführt und begleitet. Wir empfehlen daher dringend allen Gästefans, das Preußenstadion über die AUTOBAHNABFAHRT HILTRUP anzufahren. Also von der A1 immer Richtung Hiltrup fahren und erst dort (!) Richtung Münster-Innenstadt über die Hammer Straße (B54). Von der Hammer Straße dann rechts Richtung Stadion auf die Trauttmansdorffstraße abbiegen – und dann nach ca. 300m rechts auf die Straße Am Berg Fidel abbiegen. Nach weiteren 300m, direkt neben der Sporthalle Berg Fidel, befindet sich der Parkplatz P4, auf dem vor allem die Aktive Fanszene des Gastvereins parken soll.

Alternativ kann das Preußenstadion auch über das Autobahnkreuz Münster-Süd (A1/A43) Richtung Münster angefahren werden. Von dort bitte nach rund 2km auf die Umgehungsstraße B51 (Richtung Warendorf) auffahren und erst nach weiteren 2km auf den Albersloher Weg (Richtung Albersloh/Gewerbegebiet Loddenheide) abfahren. Dann nach ca. 1km rechts auf die Straße An den Loddenbüschen abbiegen. Diese geht in die Trauttmansdorffstraße über, der bis zur Abbiegung auf die Straße Am Berg Fidel gefolgt werden sollte. Bitte erst dort Richtung Stadion fahren! Das ist zwar ein Umweg von rund 10 Minuten, aber auf der Hammer Straße radeln und laufen spätestens ab zwei Stunden vor Anpfiff sehr viele Preußenfans.

Bitte nutzt diese räumliche Umfahrung der innerstädtischen Hammer Straße, da diese den Preußenfans vorbehalten bleiben sollte! Danke!

PS: Bei so genannten „Rotspielen“, also bei Spielen mit „erhöhter Sicherheit“, kann es sein, dass die Polizei doch Reisebusse und 9-Sitzer von der Autobahn zum Preußenstadion begleitet. Die Anfahrtswege sind in dem Fall die hier dargestellten.

U21-Fahrt zum Preußenspiel nach Mannheim

Am Sonntag, dem 20. September 2026, fahren wir gemeinsam zum Auswärtsspiel des SC Preußen Münster nach Mannheim. Alle Preußenfans zwischen 16 und 20 Jahren können mitkommen.

📱 Anmeldungen und Fragen per WhatsApp oder per Mail an FANport.

Mail: FANport@outlaw-ggmbh.de
WhatsApp: 0160 98934350

Hier sind die wichtigsten Infos für euch:
⚽️ Abfahrt: 9:00 Uhr ab P1 am Preußenstadion
⚽️ Anstoß: 16:30 Uhr in Mannheim
⚽️ Rückkehr: ca. 00:30 Uhr am P1
⚽️ Kosten: 20 € – Fahrt und Eintritt inklusive.
Die Verpflegung für den Tag muss selbstständig organisiert werden.
⚽️ Alter: 16–20 Jahre

🚭🍺 Die Fahrt ist nikotin- und alkoholfrei. Der Konsum von Alkohol, Nikotin und anderen Drogen ist während der gesamten Fahrt und des gesamten Tages – sowohl im Bus als auch im Stadion – nicht erlaubt.

Einverständniserklärung für die Eltern von Minderjährigen, die an unserem Angebot teilnehmen. Sie muss zum Fahrtantritt ausgefüllt und unterschrieben mitgebracht werden. Die Teilnahmegebühr wird bei Fahrtantritt entgegengenommen.

Sommerferien mit dem Fanprojekt FANport Münster

Kaum wieder da aus den Niederlanden vom Fancamp NRW, kommen hier die nächsten Sommerferienangebote für euch:

U18-Kletterwald in Ibbenbüren

Am Donnerstag, dem 13. August, fahren wir gemeinsam in den Kletterwald nach Ibbenbüren. Alle Preußenfans zwischen 14 und 17 Jahren können mitkommen.

Anmeldungen und Fragen per WhatsApp oder Mail an Jasper.
Mail: jasper.muensterkoetter@outlaw-ggmbh.de
Telefon: 0160 98934350

Hier sind die wichtigsten Infos für euch:
Abfahrt: 12:00 Uhr ab P1 am Preußenstadion
Rückkehr: ca. 17:15 Uhr am P1
Teilnahmebeitrag: 5 €
Alter: 14–17 Jahre


U18-Fußballgolf in Sendenhorst

Am Donnerstag, dem 20. August, fahren wir gemeinsam zum Fußballgolf nach Sendenhorst. Alle Preußenfans zwischen 14 und 17 Jahren können mitkommen.

Anmeldungen und Fragen per WhatsApp oder Mail an Jasper.
Mail: jasper.muensterkoetter@outlaw-ggmbh.de
Telefon: 0160 98934350

Hier sind die wichtigsten Infos für euch:
Abfahrt: 13:15 Uhr ab P1 am PreußenstadionRückkehr: ca. 17:00 Uhr am P1
Kosten: 5 €
Alter: 14–17 Jahre

Das ist neu in der anstehenden Drittliga-Saison der Preußen

Wir hatten gestern Saison-Sicherheitsbesprechung beim SCP. Dabei haben wir uns die neue Ost angeschaut, die Fiffi-Gerritzen-Kurve. Seitdem steigt die Vorfreude auf die Drittliga-Saison.

Natürlich müssen auch wir uns erstmal eingrooven in die neue Situation: Wie sieht der Einlass ins Stadion aus? Wo stehen wir während des Spiels? Wo und wie könnt ihr uns am Spieltag erreichen?

Einiges bleibt aber auch gleich: Ihr findet uns vor jedem Heimspiel an den üblichen Treffpunkten beim Streetwork. Regelmäßig begleiten wir den Marsch zum Stadion. Auch sind wir an der Tanke anzutreffen. Und wir öffnen wie gehabt unsere Anlaufstelle drei Stunden vor Anpfiff. Das heißt, bei Mittagsspielen samstags und sonntags gibt‘s unser Frühstücksangebot für kleines Geld. Bei Abendspielen kaufen wir nachmittags Kuchen ein. Bei uns gibt es selbstverständlich auch Kaltgetränke und den leckersten und fairsten Kaffee der Welt.

Unseren blauen Container am Stadion kennt ihr ja schon. Dem Vernehmen nach bleiben wir wohl noch mindestens bis zum Sommer 2027 hier, bevor wir dann die aktuelle Geschäftsstelle des SCP am Fiffi-Gerritzen-Weg 1 in Beschlag nehmen. Wir können es ehrlich gesagt kaum erwarten…

Auch in der bevorstehenden Saison begleiten wir alle Auswärtsspiele der Adlerträger. 🦅

Es wird auch wieder U18-Fahrten für 14-17jährige Preußenfans geben. Überhaupt wollen wir die Angebote für Jugendliche künftig ausbauen. Achtet auf Ankündigungen – oder kommt gerne vorbei und schlagt etwas vor, das ihr mit euren Friends gerne machen würdet.

Angesichts unseres Grundsatzes der Freiwilligkeit haben wir unsere Haltung bei Stadionverbots-Verfahren deutlich verändert: künftig entscheidet der:die Betroffene, ob wir bei einer Anhörung anwesend sind. Hierzu bestehen wir allerdings auf einem vorherigen Gespräch. Nur so können wir Betroffene gut unterstützen und gegebenenfalls Alternativen zu einem SV entwickeln. Nutzt gerne unsere Beratungskompetenz – auch außerhalb von Spieltagen. Wir sind für euch da!

Jasper * Stefan * Edo

Awareness im Stadion

„Wann beginnt für euch der Spieltag?“, lautete die erste Frage, die Elena Müller auf ihrer „kritischen Stadionführung“ durchs Preußenstadion die Anwesenden fragte.

Aktuell wird bei Preußen Münster das Awarenesskonzept für das Preußenstadion überarbeitet. Ein längerer Prozess, der damit begann, sich zunächst einmal ein Bild über die Lage zu machen. Hierfür luden wir am vergangenen Mittwoch Elena Müller von der Meldestelle Diskriminierung im Fußball in NRW (MeDiF) ein, ein Projekt der LAG der Fanprojekte NRW. Dort gehen seit vier Jahren Meldungen über Situationen ein, die sich an einem Spieltag zum Beispiel auf dem Weg zum Heimspiel oder im Stadion selbst ereignen. Meldungen über diskriminierende Vorfälle gibt es viele. Dementsprechend überrascht waren die Teilnehmenden der kritischen Stadionführung, die mit Sicherheit noch häufiger – und dann auch öffentlich – angeboten wird.

Bisher standen im Awarenesskonzept beim SCP mögliche Fälle sexualisierter Gewalt im Fokus. Doch das soll sich ändern: Mit dem Umbau des Preußenstadions soll die Awarenessarbeit heutigen Standards angepasst werden. Hierfür haben die Preußen eine Projektgruppe ins Leben gerufen, an der Fanvertreter:innen u.a. der Fangemeinschaft Preußen Münster, das Leistungszentrum Münsterland des SCP, die Abteilung Fanbelange sowie unser Fanprojekt beteiligt ist.

An dieser Stelle danken wir Elena von MeDiF ganz herzlich für ihren erkenntnisreichen Input und die willkommene Starthilfe! 🙏

Bilder 1&2: SC Preußen Münster 🙏

U18-Touren zu den Testspielen des SCP

Wir nehmen euch mit zu den Testspielen des SCP während der Saisonvorbereitung 2026/27.

Zunächst geht es am Samstag, dem 4. Juli 2026 nach Rheine. Das Spiel der Preußen gegen die Eintracht wird um 15:00 Uhr angepfiffen. Abfahrt ist am Preußenstadion P1 um 13:30 Uhr.

Dann geht es am Freitag, dem 10. Juli 2026 nach Billerbeck, wo die Preußen gegen Kickers Emden testen. Das Spiel wird um 18:00 Uhr angepfiffen. Abfahrt ist am Preußénstadion P1 um 16:30 Uhr.

Schließlich fahren wir am Freitag, dem 17. Juli 2026 nach Jeddeloh. Dort beginnt die Partie SCP-SSV um 16:30 Uhr. Daher geht es schon um 13:30 Uhr ab Preußenstadion P1 los.

Wenn ihr Interesse habt, wendet euch an Jasper 0160-98934350. Eine Einverständniserklärung der Eltern muss bei Fahrtantritt vorliegen (s. Download unten!). Am besten eine Anmeldung an FANport@outlaw-ggmbh.de schicken.

Das Ticket zahlt ihr selbst – die Fahrt spendieren wir euch.