U15-Streetsoccer-Turnier im Preußenstadion

Jedes Jahr führen wir im Eingangsbereich des Preußenstadions ein U15-Streetsoccer-Turnier durch, so auch dieses Jahr. Am Freitag, den 26. April 2024 bauen wir gemeinsam mit dem Fanprojekt Bochum einen Soccercourt im Stadion auf. Ab 14 Uhr wird dann auf Asphalt bei schneller Musik gekickt. Angesprochen sind 12-14jährige Nachwuchskicker, sich in interkulturellen Teams anzumelden. Das Motto des Turniers ist nämlich „KICK RACISM OUT!“. Die fairsten Teams und auch die Gruppenbesten können bei uns Preise gewinnen. Im Vordergrund soll aber der interkulturelle Spaß stehen.

Gespielt wird im 4vs4-Modus ohne Torhüter:in, ein Spiel dauert je nach Anzahl der teilnehmenden Teams rund 5 Minuten. Ihr denkt, das ist wenig? Wartet’s ab! Empfohlen sind mindestens sechs Spieler:innen pro Team.

Anmelden können sich Teams noch bis zum 20 April per Mail an fanport@outlaw-ggmbh.de – Fragen klärt Edo Schmidt unter 0151-61338940.

Hier ein Info zum Herunterladen und Aushängen, falls ihr Werbung für unser Turnier machen möchtet. Nur zu!

Soccer for young Refugees

Am Dienstag, 16. April 2024, startet unser Sport- und Integrationsprojekt „Refugees Welcome! – Aktiv ankommen in Münster“ auf’s Neue. Alle 12-17jährigen (Neu-) Münsteraner Jugendlichen sind herzlich eingeladen, zum Kicken in die Soccer-Halle Rummenigge (Hammer Str./Trauttmansdorffstr.) zu kommen. Ab 16:45 Uhr rechnen wir dann mit eurem Erscheinen, um 18:30 Uhr endet das Kicken. Das Angebot ist kostenlos. Denkt an Turnschuhe!

On Tuesday, 16th of April, we start our Project „Refugees Welcome! – Arrive actively in Münster“. If you are between 12 and 17 years old, you can take part in our Soccer-Project. There you can meet other youth people and have fun with them playing soccer. We meet us every Tuesday at the Soccer-Halle Rummenigge (Trauttmansdorffstraße 111, Münster) and we will play from 16:45 to 18:30 o’clock. You only need Sports Shoes – Soccer Shoes are not allowed inside.

Anmeldung / Call: Stefan Woischner 0049 +160 90827934 or Stefan.Woischner@outlaw-ggmbh.de

Skifreizeit der Fanprojekte NRW in Österreich

Hier dokumentieren wir den Bericht unserer Landesarbeitsgemeinschaft der NRW-Fanprojekte:

Wintersport-Jugendfreizeit in der Wildschönau: Stärkung von Bindungen und Abbau von Vorurteilen durch Jugendarbeit der NRW-Fanprojekte

Die Landesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte NRW hat im Februar erneut eine Skifreizeit in die Wildschönau/Tirol veranstaltet, die nicht nur den Spaß am Wintersport förderte, sondern auch tiefergehende Ziele der Jugendarbeit verfolgte. Mit insgesamt 34 Teilnehmer*innen aus den sozialpädagogischen Fanprojekten in Bielefeld, Bochum, Dortmund, Köln, Münster, Paderborn und Wuppertal bot diese Freizeit eine ideale Plattform für gemeinsame Aktivitäten im Schnee, Reflexion und Austausch. Untergebracht war die gesamte Gruppe auf einem für Jugendgruppen umgebauten Bauernhof, fernab des urbanen Lebens.

Die Ziele dieser Jugendfreizeit waren breit gefächert und spiegelten die vielfältigen Aspekte der Jugendarbeit wider. Neben dem gemeinsamen Skifahren und Snowboarden, das sowohl sportliche Herausforderung als auch Teamgeist förderte, standen auch soziale Interaktionen wie gemeinsames Kochen und gemütliche Abende im Mittelpunkt. Durch ein Kneipenquiz zu Fußball und Fanrelevanten Themen wurde nicht nur der Spaßfaktor erhöht, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, über gemeinsame Interessen ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf der Vernetzung der Teilnehmer*innen untereinander sowie mit den Fachkräften. Diese Freizeit bot die Gelegenheit, Beziehungen zu stärken und neue Kontakte zu knüpfen. Durch gemeinsame Erlebnisse konnten Vorurteile abgebaut und ein respektvoller Umgang miteinander gefördert werden. Insbesondere die persönlichen Begegnungen abseits des Alltags ermöglichten einen authentischen Austausch und trugen dazu bei, Verständnis füreinander zu entwickeln.

Insgesamt war die Skifreizeit in der Wildschönau ein voller Erfolg und hat einmal mehr gezeigt, welch wichtige Rolle Jugendarbeit bei der Förderung von Teamgeist, sozialer Kompetenz und interkultureller Verständigung spielen kann. Die Landesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte NRW freut sich, den angeschlossenen Standorten sowie den zahlreichen Teilnehmer*innen solche Möglichkeiten zur Begegnung und zum Austausch zu schaffen und wird sich auch in Zukunft für die nachhaltige und lebensweltorientierte Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fußballfans engagieren.

Fußball im KZ?

Die Bildungseinrichtung „Beit Theresienstadt“ aus Israel hat entschieden, anlässlich des diesjährigen International Holocaust Memorial Day (27.01. – Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945) den Film „Liga Terezín“ von Mike Schwartz & Avi Kanner frei zu geben. Zuvor war er nur in begleiteten Vorführungen mit Oded Breda zu sehen, dem Neffen eines der Spieler, die im Film zu sehen sind. Wir hatten Mike und Oded 2016 in Münster und zeigten den Film im Cinema.

Der Film kann nun hier im Original mit dt. Untertiteln angeschaut werden: https://www.youtube.com/watch?v=yFHsu7YRT10

Was? Es gab Fußball in einem Konzentrationslager? Ja, und zwar im KZ Theresienstadt.

Der Dokumentarfilm „Liga Terezín“ erzählt die unglaubliche Geschichte der Fußballliga, die im Ghetto Theresienstadt (heute in der Tschechischen Republik) stattfand. Von 1942 bis 1944 spielten jüdische Häftlinge Hunderte von Fußballspielen auf improvisierten Spielfeldern im Hof der Kaserne, in der sie lebten. Tausende Zuschauer sahen einer Mischung aus Profi- und Amateurspielern zu und entkamen für einen Moment der Realität ihrer schrecklichen Notlage: Hunger, Krankheit und Tod. Die ganze Zeit über lebten sie in einem Schleier der Angst, den der Schrecken der Transporte, die die Menschen in den „Osten“ schickten, und ihren sicheren Tod überzog. (Beit Theresienstadt)

Wir werden den Film demnächst auch im Kino zeigen – achtet auf Ankündigungen!

FANport-Newsletter #51

Es ist wieder soweit: unser Newsletter ist erschienen! Zu finden sind neben aktuellen Angeboten auch einige wenige Worte zur Einlasssituation beim Bielefeld-Derby sowie zahlreiche Links und Lesetipps zu unseren dauerhaften Angeboten, vor allem zu unserem Projekt Lernort Preußenstadion.

U18-Tour nach Lübeck

Zum Spiel des SCP am Samstag, den 17. Februar 2024, in Lübeck bieten wir jungen Preußenfans im Alter zwischen 14 und 17 Jahren eine begleitete Auswärtstour an. Bereits am Freitag, den 16. Februar um 14:00 Uhr geht es mit unserem 9-Sitzer los Richtung Ostsee. Aufgrund der Entfernung wird in der altehrwürdigen Hansestadt übernachtet und dort nach Ankunft die Altstadt erkundet. Es wird gemeinsam zu Abend gegessen und auch morgens vor dem Spiel gemeinsam gefrühstückt. Samstagabend kehren wir erst spät gegen 22:00 Uhr wieder zurück – mit hoffentlich drei Punkten im Gepäck.

Die Teilnahme an unserer Auswärtstour kostet 30 Euro pro Person, das Geld wird bei der Abfahrt kassiert. Darin enthalten sind neben den Fahrtkosten die Getränke während der Fahrt, im Stadion ein Snack sowie das Abendessen und das Frühstück. Übernachtet wird in einem Hostel, die Übernachtung ist ebenfalls inklusive.

Fragen klärt Stefan Woischner unter 0160 90827934, der auch eure Anmeldungen entgegennimmt. Ein Anmeldeformular gibt es hier:

„!Nie wieder“ – Vortrag zu aktueller rechter Gewalt

Am Donnerstag, den 25. Januar 2024, laden wir um 19:00 Uhr zu einem Vortrag zum Thema „Kein Vergessen – Todesopfer rechter Gewalt nach 1945“ ins neben*an (Warendorfer Straße 45, Münster). Die Veranstaltung ist der diesjährige Beitrag unseres Fanprojektes und unseres Projektes Lernort Preußenstadion zur Kampagne „!Nie Wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“, die jedes Jahr um den 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee (1945) – und zugleich Internationaler Holocaust-Gedenktag, stattfindet.

Als Referent ist der Buchautor Thomas Billstein eingeladen, der einleitend erklärt, was genau rechte Gewalt ist und wie sie sich von anderen Gewaltverbrechen abgrenzen lässt. Tatmotive wie Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus oder auch Sozialdarwinismus werden erläutert und Statistiken zu Gewaltverbrechen aufgeführt. Besonders die gegenwärtig wahrzunehmende rechte Gewalt wird Gegenstand seines Vortrags sein.

Adrian Maleika verstarb am 17. Oktober 1982, nachdem ihm rechte Hooligans schwere Kopfverletzungen zugefügt hatten. Der Tod des Werder Bremen-Fans beförderte die Implementierung sozialpädagogischer Fanarbeit in den 1980er Jahren. (Grafik: modeus)

„Mit der Einbettung der Veranstaltung in die Kampagne ‚!Nie Wieder‘ möchten wir einerseits an Verbrechen des historischen Nationalsozialismus erinnern, aber auch auf die Gefahren ganz aktueller rechtsradikaler Bewegungen und Organisationen hinweisen“ so FANport-Leiter Edo Schmidt, der die Veranstaltung organisiert. „Heute müssen wir uns wieder Sorgen um die demokratische Verfasstheit unseres Landes machen, denn Faschismus und rechte Gewalt bestimmen heute wieder die Schlagzeilen“, so der 58-jährige Soziologe. Der Autor Thomas Billstein ist nicht erst seit seiner Buchveröffentlichung im Unrast Verlag 2020 ein ausgewiesener Kenner der rechten und neurechten Szene. Er wird auch über die Hintergründe aktueller Gewalttaten der Rechtsradikalen in Deutschland berichten. Der Eintritt zu seinem Vortrag ist frei.

Aufruf zum Vorfall in Saarbrücken

Viele, die in Saarbrücken bei dem Vorfall am Ende eines friedlichen Spieltages dabei waren, sagen, dass die Darstellung, Fans hätten die Polizei angegriffen, so nicht stimmt.

Wenn du selbst bei dem umstrittenen Polizeieinsatz dabei warst und vielleicht sogar verletzt wurdest, schreibe bitte deine Erinnerungen auf (solange sie frisch sind!) und schicke uns einen anonymisierten Hinweis, was dort vorgefallen ist:

FANport@outlaw-ggmbh.de

Du kannst uns auch gerne persönlich ansprechen. Wir versuchen gerade, die Geschehnisse zu rekonstruieren.

Einige Artikel zum Thema:

https://www.wn.de/sport/lokalsport/preussen-muenster/scp-1-fc-saarbruecken-fans-polizei-pyrotechnik-pfefferspray-2877273

https://www.fanhilfe.ms/stellungnahme-zum-polizeieinsatz-beim-auswaertsspiel-in-saarbruecken/

https://www.jungewelt.de/artikel/464578.gewalt-in-stadien-polemik-von-polizeilobbyisten-hilft-sicher-nicht.html

https://www.deutschlandfunk.de/fussball-bundesliga-krawalle-fans-polizei-100.html

https://www.dachverband-fanhilfen.de/pressemitteilungen/eskalation-stoppen-verbot-von-pfefferspray-in-deutschen-stadien-muss-kommen/

Preußenfans helfen dem Verein

DFB-Strafe aus dem Pokalspiel gegen den FC Bayern München soll abgemildert werden

Am vergangenen Freitag erhielt der SC Preußen Münster vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine nie dagewesene Strafe in Höhe von 106.950 Euro für das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände. Die Fangemeinschaft Preußen Münster bezieht dazu wie folgt Stellung:

In den vergangenen Jahren hat sich das Verhältnis zwischen Vereinsführung und den vielen Fangruppen des SC Preußen Münster deutlich verbessert. Aus diesem Gefühl des Zusammenhalts erwuchs neue Stärke. Wir haben zusammen sportliche Rückschläge wie den sportlichen Abstieg in die Regionalliga verarbeitet und sind stärker als zuvor in der dritten Liga angekommen. Der Wunsch der Fangemeinschaft Preußen Münster ist es, dass dieser Weg weiterhin auf allen Ebenen gemeinsam weitergegangen wird.

Die verhängte DFB-Strafe nach dem Pokalspiel gegen den FC Bayern München birgt das Risiko, einen Keil zwischen Verein und Fans zu treiben. Das Strafensystem des DFB ist vollkommen außer Kontrolle geraten. Daraus resultiert eine absurde, nie dagewesene Strafhöhe, die Konsequenzen für den Alltag unseres Vereins hat. Das Geld fehlt an vielen Stellen. Die Fangemeinschaft als Dachverband für Preußenfans aus allen Bereichen des Stadions möchte ein Zeichen dafür setzen, dass Fans, Fanszene und Verein sich nicht entzweien lassen.

Wir wollen dem SC Preußen Münster finanziell zur Seite stehen, um die negativen Folgen der DFB-Strafe abzumildern. Wir hoffen, dass sich uns in den kommenden Tagen und Wochen viele Freunde, Fans und Förderer anschließen und die verschiedenen Aktionen unterstützen. Zu den geplanten Aktionen werden wir uns zeitnah detailliert melden!

Unabhängig von den geplanten Aktionen könnt ihr euch bereits jetzt mit einer Geldsumme eurer Wahl direkt beteiligen.

Wir nutzen das PayPal-Konto von Nullsechs.de (ehemals PreußenForum), damit Geldspenden ohne zusätzliche Gebühren eingesammelt und zu 100 Prozent an den Verein weitergeleitet werden können.

Adresse: https://paypal.me/Preussenforum

Wenn ihr euch mit eigenen Aktionen oder Ideen einbringen möchtet, kontaktiert uns gern über

kontakt@fanprojekt-muenster.de

Quelle: https://www.fanprojekt-muenster.de/wordpress/2023/11/22/die-fangemeinschaft-initiiert-aktionen-zugunsten-des-sc-preussen-muenster/

Zeugnisverweigerungsrecht für die Soziale Arbeit!

OHNE VERTRAUEN GEHT ES NICHT!

AUSSAGEVERWEIGERUNG FÜR DIE SOZIALE ARBEIT MÖGLICH MACHEN!

BÜNDNIS FÜR EIN ZEUGNISVERWEIGERUNGSRECHT IN DER SOZIALEN ARBEIT

Worum geht es?

Sozialarbeiter:innen in ganz Deutschland gehen einer öffentlich geförderten Tätigkeit nach. Sie arbeiten mit allen Menschen, die sich ihnen mit ihren Sorgen und Problemen anvertrauen. Eine solche Arbeit ist nur möglich wenn die Menschen wissen, dass sie sich hier in einem geschützten Raum bewegen. Sie öffnen sich den Sozialarbeiter:innen ganz so, wie es Menschen auch beispielsweise gegenüber Ärzt:innen, Geistlichen oder Anwält:innen in persönlich schwierigen Lagen tun.

Im Fall Karlsruhe hat die Staatsanwaltschaft die Sozialarbeiter:innen des Fanprojekts vorgeladen und versucht sie dazu zu bewegen, im Rahmen ihrer Arbeit vertraulich erworbenes Wissen preiszugeben. Hätten sie dies getan, hätten sie ihre Arbeit damit ad absurdum geführt. Sie verweigerten also die Aussage – woraufhin die Staatsanwaltschaft erst Ordnungsgelder beantragte und schließlich auch Beugehaft in den Raum stellte. Den Sozialarbeiter:innen drohte also Gefängnis dafür, dass sie ihrem Arbeitsethos treu geblieben sind.

Das muss man doch ändern können?

Richtig, die Bundespolitik muss jetzt reagieren. Sozialarbeiter:innen brauchen für ihre sensible Arbeit mit Menschen die Möglichkeit, die Aussage verweigern zu können („Zeugnisverweigerungsrecht“). Sie dürfen niemals mehr zwischen ihrer Arbeit und persönlichen Konsequenzen bis hin zur Beugehaft wählen müssen. Und auch ihre Zielgruppen müssen wissen, dass sie der Sozialen Arbeit vertrauen können. Der „Fall Karlsruhe“ hat dramatisch gezeigt, dass es an der Zeit ist, zu handeln – daher gilt jetzt mehr denn je: Aussageverweigerung für die Soziale Arbeit möglich machen – denn ohne Vertrauen geht es nicht!