U18-Touren zu den Testspielen des SCP

Wir nehmen euch mit zu den Testspielen des SCP während der Saisonvorbereitung 2026/27.

Zunächst geht es am Samstag, dem 4. Juli 2026 nach Rheine. Das Spiel der Preußen gegen die Eintracht wird um 15:00 Uhr angepfiffen. Abfahrt ist am Preußenstadion P1 um 13:30 Uhr.

Dann geht es am Freitag, dem 10. Juli 2026 nach Billerbeck, wo die Preußen gegen Kickers Emden testen. Das Spiel wird um 18:00 Uhr angepfiffen. Abfahrt ist am Preußénstadion P1 um 16:30 Uhr.

Schließlich fahren wir am Freitag, dem 17. Juli 2026 nach Jeddeloh. Dort beginnt die Partie SCP-SSV um 16:30 Uhr. Daher geht es schon um 13:30 Uhr ab Preußenstadion P1 los.

Wenn ihr Interesse habt, wendet euch an Jasper 0160-98934350. Eine Einverständniserklärung der Eltern muss bei Fahrtantritt vorliegen (s. Download unten!). Am besten eine Anmeldung an FANport@outlaw-ggmbh.de schicken.

Das Ticket zahlt ihr selbst – die Fahrt spendieren wir euch.

Fußball im Iran

Am Montag, dem 22. Juni 2026 laden wir in Kooperation mit Frau.Leben.Freiheit.Münster zu einem Gespräch mit dem ehemaligen iranischen Nationalspieler Bakhtiar Rahmani ins Café SpecOps network (Aegidiimarkt 5, Münster) ein. Thematisch soll es um den Fußball und die Fußballkultur im Iran gehen, aber selbstverständlich auch um die aktuelle politische Situation nach den intensiven „Frau, Leben, Freiheit“-Protesten und angesichts des Krieges am Persischen Golf.

Zahlreiche Sportler:innen haben sich ja sehr mutig positioniert und für die Freiheit der Menschen im Iran und gegen das autokratische Mullah-Regime ausgesprochen. Wenn Menschen dort oder im Ausland ihre Meinung sagen, riskieren sie dabei ihr Leben. Ungezählte politische Morde und volle Gefängnisse kennzeichnen die Situation im Iran.

Wir fragen Bakhtiar auch nach der aktuellen Situation rund um die WM26 in Mexiko, USA und Kanada und den Schwierigkeiten bezüglich der Teilnahme Irans angesichts des Krieges. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Weltmeisterschaft und Widerstand

Am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, laden wir um 19:30 Uhr zu einer Infoveranstaltung mit dem Sporthistoriker und FIFA-Kritiker Dietrich Schulze-Marmeling in die Buchhandlung Schatzinsel (Spiekerhof 2) ein. Thematisch geht es um die anstehende Fußball-WM der Männer.

Eine aktuelle Doku auf „Phoenix“ über die WM in Mexiko, USA und Kanada trägt den Untertitel: „Grün ist hier nur der Rasen“. Und das stimmt: Die WM mit dem größten Teilnehmerfeld aller Zeiten und mit den meisten Spielen produziert den größten CO2-Ausstoß, den je eine WM produziert hat. Klima? Egal! Hiergegen regt sich Widerstand. Die Großveranstaltung wird von Vielen als basisferne Propagandashow wahrgenommen, die den Regierenden nützen soll. Die hohen Ticketpreise zeigen, dass nicht jede:r bei den Spielen erwünscht ist.

In Mexiko ist eine veritable Soziale Bewegung gegen den „Raub“ („Despojo“) entstanden: „Die FIFA gewinnt, Mexiko verliert“ fasst ein Slogan die ökonomischen und ökologischen Kosten zusammen, die die einfache Bevölkerung tragen muss. Neben dem hohen Wasserverbrauch und der ungerechten Verteilung dieser knappen Ressource wird auch der Umstand kritisiert, dass viele WM-Tourist:innen in AirBnB-Unterkünften untergebracht werden, aus denen zuvor massenhaft Menschen „entmietet“ wurden.
Dauerthemen, wie das der „Verschwundenen“ – in Mexiko sind aktuell mindestens 130.000 Menschen als vermisst gemeldet -, oder die zahllosen Morde an Frauen („Femizide“) und die Untätigkeit staatlicher Behörden kommen zur WM-Kritik an der Regierung mit auf die Tagesordnung. Und schließlich finden schon seit Monaten Razzien gegen Migrant:innen und Arme in den Innenstädten der Austragungsorte Guadalajara, Mexiko-Stadt und Monterrey statt. Die Gentrifizierung (Inwertsetzung) der Innenstädte vertreibt Menschen – zu Zeiten von Sportgroßveranstaltungen umso intensiver. Dies ist übrigens der Grund, weshalb die Menschen in Hamburg sich kürzlich gegen eine Austragung der Olympiade entschieden haben. Wer möchte schon mehr Miete zahlen oder seine Wohnung verlieren?

Und in den USA? Bisher waren Proteste von Gewerkschaften wahrzunehmen, da Beschäftigte an den WM-Standorten zu besonders üblen Bedingungen arbeiten mussten – aufgrund der Verträge mit der FIFA. Und von der Behörde United States Immigration and Customs Enforcement (ICE), die mit der Internierung und Abschiebung von vermeintlich „illegalen“ Migrant:innen beschäftigt ist, werden mit der WM verschärfte Kontrollen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen befürchtet.

Und Kanada? Hier ist es noch verhältnismäßig ruhig. Aber aufgrund der Entfernungen zwischen den Austragungsorten stellt die WM ein erhebliches ökologisches Problem dar.

Die Veranstaltung wird gestreamt: https://us06web.zoom.us/j/85316016150?pwd=OFXT6Uos6ge8rEnbdeWDbf2XTUlth5.1

Stellungnahme des SC Preußen zur geplanten Änderung der Stadionverbots-Richtlinien

Nach der Vorstellung des Arbeitstandes der geänderten Stadionverbots-Richtlinien durch DFB/DFL begrüßen wir ausdrücklich, dass die lokale Stadionverbotskommission weiterhin für die Festsetzung, Aussetzung oder Aufhebung von Stadionverboten zuständig bleibt. Ebenso positiv bewerten wir, dass die neu geschaffene zentrale Fachaufsicht sich primär auf eine übergeordnete Kontroll- und Monitoringfunktion beschränkt. Die Arbeit der lokalen SV‑Kommissionen ist für einen fairen, nachvollziehbaren und sozialpädagogisch begleiteten Umgang mit Stadionverboten unverzichtbar. Nur über einen direkten Zugang zu den betroffenen Personen, können in den dadurch entstehenden Dialogen Hintergründe aufgearbeitet und nachvollziehbare Maßnahmen ermöglicht werden. Diese Erfahrungsebene ist ein wesentlicher Baustein für Prävention und verantwortungsvolle Fanarbeit.

Mit Sorge betrachten wir allerdings die vorgesehene Einschränkung des Entscheidungsspielraums der lokalen Kommissionen. Wir verstehen, dass bei einem begründeten Tatverdacht Stadionverbote ausgesprochen werden sollen, jedoch zeigen unsere Erfahrungen, dass eine feste zeitliche Vorgabe von mindestens drei Monaten in Einzelfällen Handlungsspielräume einschränkt. Damit droht ein Mechanismus, der der bisherigen bewährten Praxis der differenzierten Einzelfallprüfung zuwiderläuft.

Gerade weil unsere lokale SV‑Kommission nachweislich verantwortungsvoll arbeitet und ein essentielles Element der gemeinsamen Fan‑ und Sicherheitsarbeit darstellt, wäre eine frühzeitige und umfassendere Beteiligung aller relevanten Akteure wünschenswert gewesen. Wir spüren aktuell einen großen Zeitdruck, eine ausreichende Einbindung von Vereinen, Fanvertretungen, relevanten Faninstitutionen und dem Club-/Fandialog zu gewährleisten und konstruktive Rückmeldungen einzubringen.

Konstruktives Miteinander statt Konfrontation

Vorbeugendes Handeln sowie ein gesundes Maß an Offenheit und Verantwortung aller Beteiligten sind der Schlüssel zu einem vorurteilsfreien und zielführenden Miteinander von Vereinen, Verbänden und Behörden. Wir fördern die Rolle von Sicherheits- und Fanbeauftragten und stärken Netzwerke wie Stadionallianzen und Fanprojekte. Lösungen, die langfristig tragen, entstehen nur im Dialog – gemeinsam mit Vereinen, Fans, Politik, Polizei und Kommunen. Gerade in diesem Zusammenspiel zeigt sich der hohe Wert lokaler, gut vernetzter Strukturen.

Quelle: https://scpreussen-muenster.de/news/stellungnahme-des-sc-preussen-zur-geplanten-aenderung-der-stadionverbots-richtlinien/

Komm mit ins Fancamp!

27.– 31. Juli 2026 in Sharendijke (NL)

Auch dieses Jahr bieten die NRW-Fanprojekte wieder ein Fancamp an – bereits zum zehnten Mal. Einige Preußenfans sind schon mit uns dabei gewesen. Diesmal geht es jedoch nicht an den Lippesee, sondern ans Meer! Wir fahren mit euch nach Sharendijke in die Niederlande.

Der Träger CVJM vom Fanprojekt Oberhausen hat dort eine Ferienunterkunft kernsaniert und wir können dort als eine der ersten Gruppen in das nagelneue Feriendomizil „einziehen“ und diese Örtlichkeit nutzen.

Falls du Preußenfan und zwischen 14 und 17 Jahre alt bist, kannst du mitkommen. Die Teilnahmegebühr beträgt 75 Euro pro Nase. Dafür gibt es fünf Tage lang Spiel, Sport und Spaß. Wir werden häufig ans Meer gehen und dort chillen.

Für Donnerstag (30. Juli) haben wir den Rutschturm reserviert, darüber hinaus planen wir einen Besuch beim Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen im nahe gelegenen Den Haag, damit auch die politische Bildung nicht zu kurz kommt. Ansonsten bieten aber der Strand und die Unterkunft vielfältige Möglichkeiten zum Sport treiben, relaxen und spielen.

Die Küchensituation vor Ort ist überragend, vor allem die Industriespülmaschine macht Spaß. Die Verpflegung wird wie in den Vorjahren durch wechselnde Küchencrews vorgenommen.

Jasper (0160-98934350) beantwortet eure Fragen.

Einen Anmeldebogen für eure Eltern zum Ausfüllen gibt es demnächst hier auf der Seite. Eine verbindliche Voranmeldung könnt ihr per Mail an FANport@outlaw-ggmbh.de schicken.

„Matchplan Meuterei“

Fußballfans zwischen Kommerz und Widerstand

Lesung & Diskussion mit dem Autor Raphael Molter am 26. März 2026 um 19:00 Uhr in der Bohème Boulette, Hansaring 26, Münster

Investorenmacht, 50+1, Ausverkauf des Spiels: Die Kommerzialisierung des Fußballs ist zu Genüge beklagt. Doch wie lässt sich der „Ball zurückholen“, wie von der Kritik über den Protest zum Widerstand gelangen?

Die Autor:innen des Buches „Matchplan Meuterei“ gehen zunächst den treibenden Kräften einer durchkapitalisierten Fußballindustrie nach. Sie beleuchten rassistische Strukturen, ein koloniales Erbe oder ein patriarchales Gefüge auf Rasen und Rängen. Auch der Ausverkauf der Ligen und Clubs an Investoren, Konzerne und Scheichs wird beschrieben.
Wie sähe ein erfolgreicher Widerstand gegen die fortschreitende Kommerzialisierung aus? Was ist aus Alternativen wie der „Fußball gehört den Fans“-Kampagne beim FSV Zwickau zu lernen?

Eintritt frei, Anmeldung nicht nötig.

U18-Tour nach Kiel

Am Ostersonntag (5. April) spielt der SC Preußen Münster bei den Störchen in Kiel. Zu diesem Spiel bieten wir eine begleitete U18-Tour an, und zwar schon vom Samstag, dem 4. April 2026, an. Jasper und Stefan würden an dem Samstagmorgen um 7:30 Uhr vom Busparkplatz am Gleis 22 (Hafenstraße/Frie-Vendt-Straße) aufbrechen und bis Sonntagabend für ein volles Programm sorgen. Denn wir haben Karten für ein Spiel des Handballbundesligisten THW Kiel am Abend vor dem Preußenspiel. Außerdem wird noch das Schifffahrtsmuseum dort besucht.

Anmelden könnt ihr euch wie immer per Mail an FANport@outlaw-ggmbh.de – Jasper beantwortet unter 0160-98934350 Fragen zum Angebot.

Alle Teilnehmenden müssen eine von den Eltern ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung sowie die Teilnahmegebühr i.H.v. 70 Euro zum Fahrtantritt mitbringen. In diesem Betrag sind die Übernachtungskosten sowie alle Eintritte enthalten. Für die Fahrt bitten wir, ausreichend Getränke und Proviant mitzunehmen, da es am Samstag nur abends ein Abendessen und Sonntag ein Frühstück sowie ein Mittagessen von uns gibt. Gegen 20:00 Uhr wird mit der Rückkehr der Auswärtsfahrer:innen am Gleis 22 gerechnet.

Hier die Einverständniserklärung – beachtet die veränderten Abfahrtszeiten oben!

Antikoloniale Fahrradtour durch Münster

Am Freitag, dem 20. März 2026 um 17:00 Uhr, startet unsere „Antikoloniale Fahrradtour“. Gemeinsam geht es mit der Leeze rund 90 Minuten lang zu verschiedenen Denkmälern und historischen Orten, an denen anschaulich die koloniale Realität vergegenwärtigt wird.

Ob rassistischer Kolonialkrieg und Völkermord oder die so genannte „Völkerschau“ im Alten Zoo – auch in Münster finden sich Spuren aus der finsteren Zeit des kolonialen Imperialismus.

Los geht’s um 17:00 Uhr an der ersten Station: dem so genannten „Mäsentempel“ oder auch „Schinkendenkmal“ an der Promenade auf Höhe der LWL-Zentrale am Freiherr-vom-Stein-Platz. Einen Überblick über die Tour vermittelt unser kleiner „Routenplan“ der ersten Tour, die Corona-bedingt 2021 online stattfinden musste und unten auf der Seite dokumentiert ist.

FANport-Newsletter #57 erschienen

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