„Wann beginnt für euch der Spieltag?“, lautete die erste Frage, die Elena Müller auf ihrer „kritischen Stadionführung“ durchs Preußenstadion die Anwesenden fragte.
Aktuell wird bei Preußen Münster das Awarenesskonzept für das Preußenstadion überarbeitet. Ein längerer Prozess, der damit begann, sich zunächst einmal ein Bild über die Lage zu machen. Hierfür luden wir am vergangenen Mittwoch Elena Müller von der Meldestelle Diskriminierung im Fußball in NRW (MeDiF) ein, ein Projekt der LAG der Fanprojekte NRW. Dort gehen seit vier Jahren Meldungen über Situationen ein, die sich an einem Spieltag zum Beispiel auf dem Weg zum Heimspiel oder im Stadion selbst ereignen. Meldungen über diskriminierende Vorfälle gibt es viele. Dementsprechend überrascht waren die Teilnehmenden der kritischen Stadionführung, die mit Sicherheit noch häufiger – und dann auch öffentlich – angeboten wird.
Bisher standen im Awarenesskonzept beim SCP mögliche Fälle sexualisierter Gewalt im Fokus. Doch das soll sich ändern: Mit dem Umbau des Preußenstadions soll die Awarenessarbeit heutigen Standards angepasst werden. Hierfür haben die Preußen eine Projektgruppe ins Leben gerufen, an der Fanvertreter:innen u.a. der Fangemeinschaft Preußen Münster, das Leistungszentrum Münsterland des SCP, die Abteilung Fanbelange sowie unser Fanprojekt beteiligt ist.
An dieser Stelle danken wir Elena von MeDiF ganz herzlich für ihren erkenntnisreichen Input und die willkommene Starthilfe! 🙏




Bilder 1&2: SC Preußen Münster 🙏