25.11.17

SPIEGEL: Bundesligist Leipzig - Fan-Kämpfe bei RB


Neue Fans waren für RB Leipzig bislang ein Segen. Doch jetzt zieht der junge Bundesligist eine problematische Klientel an, es kommt zu Auseinandersetzungen zwischen etablierten linken und rechten Gruppen. (...) Nach dem vergangenen Heimspiel gegen Hannover wurden zwei Mitglieder des Fanclubs "Red Aces" auf der belebten Jahnallee, die am Arena-Areal vorbeiführt, von Mitgliedern eines anderen Fanklubs angegriffen und verprügelt, einem wurde dabei das Nasenbein gebrochen. Alkohol, Adrenalin - körperliche Auseinandersetzungen kommen am Rande von Fußballspielen immer wieder mal vor. Doch dies sei keine "gewöhnliche" Schlägerei gewesen, ist ein Mitglied der "Red Aces" überzeugt - sondern das Ergebnis eines "politischen Konflikts".

Die Gruppe, von der der Angriff ausging, firmiert unter dem Namen "L.E. United", erstmals trat sie vor rund einem halben Jahr in Erscheinung. Schon in den vergangenen Monaten sollen jüngere Mitglieder der "Red Aces" von "United"-Angehörigen angegangen worden, zum Beispiel weil sie T-Shirts mit der Aufschrift "Refugees welcome" getragen haben. So beschreiben es die "Red Aces", die sagen: "United hat es sich zum Ziel gemacht, nicht nur gegen Fans anderer Vereine vorzugehen, sondern auch unliebsame Fans in den eigenen Reihen zu bedrohen." (...)

Es wird also viel über "L.E. United" geredet unter Leipziger Fans, nur "L.E. United" selbst redet nicht so gerne, trotz der auf ihrer Facebook-Seite formulierten Klage, Journalisten kontaktierten die Gruppe nicht selbst und stellten sie zu Unrecht als politisch rechts dar. Eine Anfrage vom SPIEGEL blieb unbeantwortet, aber man kann sich die Profile der "United"-Mitglieder in den Sozialen Netzwerken anschauen. Dort bekommt man nicht zwingend den Eindruck, diese seien "unpolitisch", wie sie es für sich reklamieren. Viele bekunden dort ihre Sympathien für rechte Gruppierungen (AFD, NPD, Identitäre Bewegung etc.) und polemisieren gegen "Zecken" und "Kanaken".

Dass die Fanszene von RB die Spannungen (friedlich) unter sich regelt, scheint angesichts der Gemengelage unwahrscheinlich. Wäre es da nicht an der Zeit, dass der Klub aktiv wird? (...)

Zum vollständigen Artikel: www.spiegel.de/sport/fussball/rb-leipzig-beim-rb-etablieren-sich-rechte-fans-von-l-e-united-a-1180112.html


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